endlich ein Osterhase

Es schneit und schneit und schneit… Aber die Osterhasen hoppeln mir schon aus den Händen. Ich kann nicht anders. Ein Hase nach dem anderen entsteht aus der Wolle, die ich in die Hand nehme. Vielleicht schaffen es die kleinen Wolltiere den Frühling endlich anzulocken.

Ich bin immer wieder erstaunt, dass aus einer Handvoll Wolle eine haltbare Form entsteht. Besonders, wenn man den ersten Wollteil nass gemacht hat und die Wolle dann als nasser, formloser Lappen vor einem liegt, schaut man erst einmal ratlos auf dieses Gebilde. Aber es ist ein bisschen wie beim Singen. Wenn man sich einen Ton vorstellt und locker ist und sich entspannt, kommt der Ton plötzlich von alleine – sogar einer, von dem man nie gedacht hätte, dass man ihn herausbringt.

Jedenfalls kann die Vorstellung Wunder bewirken und wenn ich den Wollrohling in den Händen streichle und schon ungefähr die gedachte Form nachgehe, passt sich die Wolle an, die nachgelegten Wollflocken setzen sich an die richtige Stelle und am Ende steht da ein Hase, der etwas unsicher und zaghaft in die verschneite Welt hinausschaut. Faszinierend!

 

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